wir müssen gar nichts

Der ganze Gewaltdiskurs
um den weiblichen Körper

(abnehmen, anpassen, zur Schau stellen, innerer und äußerer Gewalteinwirkung aussetzen; zerstörerisch, sklavisch schönsein wollen)

lässt sich in den wenigen, gewaltig
banalen Sätzen weiblicher Sozialisation fassen:

      „Würdig bist du nur dann,
      wenn ein Mann dich haben (d.h. mit dir schlafen) will.
      Dein Körper ist dein Instrument dazu.“

      (Nicht eine Person muss dich retten,
      sondern du rettest dich durch seine/deren Anerkennung
      fehlt dir diese, so fehlt dir was

      dein Körper hat Marktwert
      der Käufer nennt den Preis
      Verkaufst du dich nicht,
      musst du dafür bezahlen

      Dich selbst wert-zu-schätzen ist ein Tabu)

Meine Revolution ist, mir herauszunehmen,
mir bedingungslos gut genug zu sein,
um meine Größe und Kraft zu wissen;

lasst uns heute beschließen,
uns als wundervoll und schön und herausragend großartig anzuerkennen

und niemand wird wieder die Macht haben,
uns in seine Dienste zu stellen,
(um) uns für Anerkennung zu zerstören.

Wenn ich mich gebe
verschenke ich mich –
doch ihr könnt mich nie kaufen
oder behalten

[030213]